Kreis NR: Weitere Ambulanzen geplant - Kapazitätsplanungen mit den Krankenhäusern laufen

 

Aktuell 91 positive Fälle im Landkreis

Auch am Dienstag hat sich die Anzahl der Corona-Infektionen im

Landkreis Neuwied weiter erhöht. Aktuell sind beim Gesundheitsamt 91 positive

Fälle registriert. „Zur Entlastung der niedergelassenen Ärzte und der

Krankenhäuser sollen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und den

niedergelassenen Ärzten vor Ort sogenannte Corona-Ambulanzen eingerichtet

werden. Hierzu werden die Landkreise gebeten, die Entwicklungen zu unterstützen

und zu begleiten,“ zitiert Landrat Achim Hallerbach aus dem Schreiben der

Kassenärztlichen Vereinigung aus Mainz. Hier sollen Patienten behandelt werden,

die mit COVID-19 infiziert sind oder unter Verdacht einer Infektion stehen. Die

Corona-Ambulanzen gelten als ausgelagerte Praxisstätten für die

niedergelassenen Ärzte, wodurch eine räumliche Trennung zu den eigenen Praxen

hergestellt werden soll. In einer gemeinsamen Telefonkonferenz von Landrat,

Oberbürgermeister der Stadt Neuwied sowie den Bürgermeistern der

Verbandsgemeinden wurde heute über diese Einrichtungen und mögliche Standorte

gesprochen. Ein erster Standort wird aktuell in der Sprudelhalle in Bad

Hönningen eingerichtet und soll zeitnah in Betrieb gehen. Der Landkreis

unterstützt zum Start mit entsprechenden Schutzmaterialien.

In vielen Verbandsgemeinden werden derzeit auch ehrenamtliche Hilfsaktionen

für die Versorgung angeboten. „Es ist großartig, wie schnell ehrenamtliche Hilfe

über Vereine und Initiativen, aus der Bürgerschaft und von Unternehmen angeboten

wurde. Eine tolle Unterstützung für alle, die aus eigenem Schutz momentan zu

Hause bleiben, wie zum Beispiel die älteren Menschen, die dringend auf soziale

Kontakte verzichten müssen,“ freut sich Landrat Achim Hallerbach über die zahlreichen

Angebote in den Gemeinden und Verbandsgemeinden.

In einer weiteren Telefonkonferenz hat Landrat Achim Hallerbach

heute mit den Leitungen der Krankenhäuser die Lage im Kreis Neuwied besprochen.

Hier wurde unter anderem abgeglichen, wer aktuell welche Kapazitäten an

Intensiv- und Beatmungsplätzen vorhält. „Enge Absprachen sind mit den Kliniken

momentan sehr wichtig, um die Entwicklungen im Blick zu haben und schnell

reagieren zu können. Wir stehen hier gemeinsam mit den Krankenhäusern in der

weiteren Planung,“ so Achim Hallerbach. Dabei soll auch die Bildung von

Schwerpunkten in den Kliniken eine Rolle spielen.

Das Land Rheinland-Pfalz hat seit heute eine landesweite Corona-Hotline 0800 9900400 eingerichtet.

Diese ist 24 Stunden täglich erreichbar und es sollen sich Bürgerinnen und Bürger dort melden, die vermuten mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Bei begründeten Verdachtsfällen werden dann weitere Maßnahmen empfohlen, wie ein Besuch der Fieberambulanz und/oder eine ärztliche Behandlung. Die Fieberambulanz im Neuwieder Gewerbegebiet ist auch weiterhin täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Seit dem Start am vergangenen Montag (16.3.) wurden bereits 753 Personen getestet.