UNESCO-Projektschule Norken: erste Schule in Rheinland-Pfalz erhält Förderzusage aus dem DigitalPakt Schule

 

Übergabe des Förderbescheides durch Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig

Mit einem Zuschuss in Höhe von knapp 25.000 Euro erhält die UNESCO-Projektschule Norken im Westerwaldkreis als erste Schule in Rheinland-Pfalz eine Förderung aus dem DigitalPakt Schule, der in Rheinland-Pfalz seit Ende September über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) umgesetzt wird. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig überreichte gemeinsam mit Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, den Förderbescheid an Simone Jungbluth, Bürgermeisterin der Ortsgemeinde Norken, und die kommissarische Schulleiterin Melanie Hannappel.

Der

Zuschuss kommt den rund 30 Schülerinnen und Schülern und den vier Lehrkräften

zugute, die schon seit vielen Jahren mit digitalen Medien arbeiten und am

Förderprogramm des Landes „Medienkompetenz macht Schule“ teilnehmen. „Ich freue

mich heute den ersten Förderbescheid im Rahmen des DigitalPakts Schule

überreichen zu können. Digitale Bildung entscheidet zunehmend über Chancen,

deswegen setzen wir in Rheinland-Pfalz darauf einen ganz klaren

bildungspolitischen Schwerpunkt, den wir mit zahlreichen Maßnahmen und

erheblichen Landesmitteln untermauern. Die zusätzlichen Mittel aus dem

DigitalPakt Schule kommen dazu – und sie kommen zur richtigen Zeit.

Rheinland-Pfalz war unter den ersten Ländern, die eine Förderrichtlinie und das

Antragsverfahren für die DigitalPakt-Mittel auf den Weg gebracht haben“, sagte

Bildungsministerin Hubig.

„Die

Schule befindet sich in eigener Trägerschaft der Ortsgemeinde Norken. Sie ist

seit 120 Jahren fester Bestandteil in unserem Dorfleben. Seit 50 Jahren wird

sie als Grundschule genutzt und arbeitet nun zehn Jahre im Netzwerk der

UNESCO-Projektschulen mit. Wir sind stolz darauf, dass wir eine Schule haben,

die Hand in Hand mit der Trägergemeinde Norken und den Eltern zum Wohle unserer

Kinder arbeitet. Die Ortsgemeinde wird sich mit allen Bürgerinnen und Bürgern

auch weiterhin für den Fortbestand der Schule einsetzen“, so Bürgermeisterin

Jungbluth.

Mit

dem Zuschuss weitet die Schule, die schon seit vielen Jahren im Unterricht

intensiv mit digitalen Medien arbeitet, ihr schulisches Angebot im Bereich der

Medienkompetenzförderung und Medienbildung weiter aus. Unter anderem sind die

Vernetzung des Schulgebäudes und ein drahtloser Netzwerkzugang in den

Unterrichtsräumen sowie die Anschaffung von interaktiven Tafeln und digitalen

Arbeitsgeräten vorgesehen. Die kommissarische Schulleiterin Melanie Hannappel

sieht viele Vereinfachungen für die künftige Gestaltung des Unterrichts:

„Hierbei liegt der Fokus allerdings nicht nur auf dem Einsatz des digitalen

Mediums sondern vor allem auf der Qualitätsverbesserung des Unterrichts. Die

Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich kompetent mit digitalen Medien zu

beschäftigen und den Umgang damit zu beherrschen. Hierbei ist es uns wichtig,

kritisch die Chancen und Risiken der Mediennutzung unter Beachtung der

Informationssicherheit und dem Recht auf digitale Selbstbestimmung zu

vermitteln.“

Bearbeitet

werden die Anträge, die 400 Träger für 1.600 Schulen in Rheinland-Pfalz stellen

können, von der ISB. „Wir freuen uns, heute in Norken den ersten Förderbescheid

im Rahmen des DigitalPakts Schule zu überreichen und somit die Digitalisierung

im Land voranzutreiben“, sagte Link. Mit den Zuschüssen aus den Bundesmitteln

können Maßnahmen in Schulgebäuden und auf Schulgeländen finanziert werden. Für

Rheinland-Pfalz stehen insgesamt rund 240 Millionen Euro zur Verfügung.

Gefördert werden etwa Verkabelung, drahtloses Internet sowie digitale Anzeige-

und Arbeitsgeräte.